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pierresuisse
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Verfasst: 10.09.2010, 19:44 |
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Goldfeilung |
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Registriert: 10.09.2010, 15:12 Beiträge: 126
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Hallo zusammen Hat jemand Erfahrungen mit Bronze als Schmuckmetall in der Moderne? Bin durch einen Grossisten (leider Name und Visitenkarte verloren) auf die Idee gekommen Bronze als alternative zu Gold zu verarbeiten. Ich werde demnächst in Ahlen einen Kurs zu diesem Thema besuchen. Zuvor möchte ich aber noch so viele Informationen dazu sammeln wie möglich. Wie ist es mit dem oxydieren? gibt es Möglichkeiten das zu verhindern? womit wird gelötet? Welche Legierungen eignen sich am besten? Wo bekommt man Rohmaterial (am besten in der Schweiz)? Ich freue mich auf eine Informationsflut bis bald pierresuisse
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Verfasst: 10.09.2010, 19:44 |
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Tilo
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Verfasst: 10.09.2010, 21:17 |
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Registriert: 12.10.2006, 12:00 Beiträge: 3004 Wohnort: Raum Leipzig
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ironie on unsere rumänischen freunde haben da große erfahrung in herstellung und vertrieb ironie off ich habe jedenfalls schon mal einen bronzering in gold nachgebaut, weil die schwarzfärbung der finger ziemlich nervig war hier wird bronzeschmuck gemacht und vertrieben http://www.nordform.de/bronze.html
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pierresuisse
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Verfasst: 12.10.2010, 17:25 |
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Goldfeilung |
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Registriert: 10.09.2010, 15:12 Beiträge: 126
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Hallo zusammen bin mittlerweile aus meinem Bronze-Giess-Kurs in Ahlen zurück, mit haufenweise Ideen. Ich habe viel rumgesucht und gefragt. Mittlerweile bin ich der überzeugung, dass die besten Ergebnisse mit Aluminiumbronze erreicht werden. Habe heute mal einen Versuch gemacht Aluminium lässt sich mit meinen einfachen Mitteln offenbar nicht schmelzen. Die Legierung wurde grösstenteils klumpig und unbrauchbar. Hat jemand eine Ahnung wie man mit primitivsten Mitteln Kupfer und Aluminium legieren kann? Habe bisher null Ahnung vom selber legieren. Ich weiss lediglich, dass das höher schmelzende Metall zuerst geschmolzen wird. Lerne aber gerne dazu, und wenn das ohne explosionen geht, umso besser lg pierresuisse
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Tilo
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Verfasst: 12.10.2010, 17:52 |
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Registriert: 12.10.2006, 12:00 Beiträge: 3004 Wohnort: Raum Leipzig
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hmm, was wurde denn im kurs behandelt, wenn schmelzen nicht dabei war? und wie soll man dir helfen, wenn du nicht schreibst,was an technik vorhanden ist und wieviel evtl. investiert werden kann? ich habe ja letzte woch mal spaßeshalber nen bronzering gemacht (auch in hinblick auf die eignung als trauringdummi) und wegen dir zum probetragen inspiriert durch wikipedia zum artikel nordisches gold(ist ne alubronze ) habe ich ein 50centstück zu nem (fugenlosen)trauring gemacht es ließ sich mit meinem propanbrenner auch schlecht schmelzen, hat gedauert und hat förmlich im tiegel geklebt wo sonst selten mal ein kügelchen gold oder silber im tiegel über bleibt, war das dann ein kleiner bronzefladen, wesentlich weniger oberflächenspannung das zeug mit propan-sauerstoff wäre das schmelzen sicher wesentlich entsspannter und du solltest wohl wie im kurs eher bronze halbzeuge besorgen und verarbeiten achso: habe den ring dann auch getragen, wenn man nur tags trägt, ist (bei mir) die verfärbung der haut unterm ring zu vernachlässigen wenn ich ihn nachts weitertrug, konnte man am nächsten tag erste dunkle abfärbung erkennen wird aber eh von mensch zu mensch unterschiedlich sein
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pierresuisse
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Verfasst: 12.10.2010, 19:09 |
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Goldfeilung |
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Registriert: 10.09.2010, 15:12 Beiträge: 126
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hallo Tilo Danke für Deine Antwort. Nun im Kurs wurde in erster Linie das giessen nach alten Traditionellen Arten gemacht, leider eben mit fertig legiertem Material. Auch über Legierungen, und das ist meine einzige Kritik am Kurs, konnte ich nichts erfahren. Das Nordische Gold ist mir aus Wicki ebenfalls bekannt, ich dachte mir aber ich fange mal einfach nur mit zwei Metallen an. Ich Schmelze mit Sauerstoff-Propan. Die Idee mit der 50Cent Münze ist ja echt geil. Da ich ja in Deutschland war habe ich noch einige Exemplare. Morgen werde ich wohl ein fröhliches Münzschmelzen veranstalten Zur Ausrüstung: Wie gesagt Sauerstoff-Propan-Brenner, einige kleine Tiegel Ton und Grafit, Giessformen für Delfter-Sand und was sonst an Handwerkzeug bei einem Goldschmied rumliegt. Zu investieren bin ich erst bereit, (ausser ein paar Franken für Hilfsmittel) wenn gewisse Erfolge auf der Hand liegen, da ich ja Schmuck herstellen möchte. Leider. Als Alternative schwebt mir dann schon vor Halbzeug zu besorgen. Nur gibt es dieses leider nur für Industriellen Bereich, also nur in grossen Mengen. Aber vielleicht lässt ja eine solche Firma auch mit sich reden. Ich halte Dich auf dem laufenden. lg pierresuisse
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Tilo
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Verfasst: 12.10.2010, 19:50 |
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Registriert: 12.10.2006, 12:00 Beiträge: 3004 Wohnort: Raum Leipzig
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die 20 und 10cent gehn natürlich genauso mit o2 und propan bist du doch ausreichend ausgestattet bloß das legieren selbst ist mit cu und alu nicht so einfach mit edelmetallen und kupfer ist es kein problem, das mach ich oft da werden erst die edelmetalle geschmolzen oder das kupfer vorm schmelzen in die edelmetalle eingewickelt
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rossano
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Verfasst: 13.10.2010, 08:54 |
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Registriert: 30.12.2008, 13:18 Beiträge: 228 Wohnort: Oberösterreich, Ried im Innkreis
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Guten Morgen pierresuisse, habe hier ein paar Adressen von Firmen in Arezzo, Toscana. Diese Firmen haben verschiedene Bronze Legierungen entwickelt, siehe für Schmelzverfahren wie auch für mechanische verarbeitung. Wenn es dich interessiert. In der Regel sind die Bronze-Metall-Legierugen für Modellbau in der Schmuckbranche hier die häufigst genutzten und ich glaube auch die günstigsten. Eine Firma ist, GLP s.r.l., www.glp-srl.it info@glp-srl.itdie andrere ist, ekisson, www.ekisson.it Die erste hat ein Bronzelegirung die heißt BRONE ansonsten Legierungszusätze. (keine Edelmetalle) Die zweite Firma hat nur Legierungen (auch Edelmetalllegierungen) Ich hoffe die Sprechen Englisch oder du Italienisch! Fragen kannst du ja mal, dann weißt du mehr. Viel Erfolg. Rossano
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pierresuisse
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Verfasst: 13.10.2010, 12:37 |
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Goldfeilung |
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Registriert: 10.09.2010, 15:12 Beiträge: 126
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Danke Rossano Ein Grund mehr, meine Italienisch- und Englischkenntnisse aufzufrischen. Mit Fachausdrücken ist das halt sann so eine Sache, aber s gibt da ja noch diese dicken Bücher Die Seiten klingen viel versprechend! lg pierresuisse
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pierresuisse
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Verfasst: 16.10.2010, 19:48 |
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Goldfeilung |
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Registriert: 10.09.2010, 15:12 Beiträge: 126
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So, da bin ich wieder nach zwei weiteren Experimenten: Mit dem Aluminium ist das wirklich ziemlich schwierig. ICh habe allerdings einige wertvolle Infos gefunden welche besagen, dass man die Hälfte des Alu's mit dem Kupfer, und die zwiete Hälfte dann in's flüssige Material gibt. Das Ergebnis war zwar nicht besser, aber mit der Zweiten Info, dass man das mehrfach schmelzen muss ging's dann schon etwas besser. Der"Abfall", also die Schlacke ist zwar beträchtlich und man hat das Gefühl, dass da kaum mehr Aluminium drin ist, aber die Farbe wird wirklich toll. Was jetzt noch das Problem ist, dass es schlecht schmiedbar ist. Mein nächster Versuch wir direkt in eine Form sein, dann aber mit sehr grossem Einguss, damit das Schmelzgut schnell einfliesst und nicht erstarrt, bevor es in der Form ist. Ebenso werde ich sehen, dass ich wirklich reines Aluminium bekomme. Das zweite Experiment ist mit Silberbronze, das heisst 90% Kupfer und 10% Silber. Die Schmelze ist sehr sauber, hat aber eine wesentlich höhere Oberflächenspannung als Silber oder Gold, somit muss der Einguss auch entsprechend gross sein. Der Guss wird super! Die Farbe ist inetwa wie Rotgold, und die Härte ist wesentlich höher wie bei reinem Kupfer, etwa so wie 925/-- Silber. Nun trage ich den Ring mal zur Probe, wie das Mat. Sich an der Luft und im Kontakt mit Haut verhält. Zusammen mit Feuchtigkeit färbt es bei mir schwarz ab, was Silber bei mir aber auch macht. Verfärbt hat sich das Mat. bisher nicht. Werde Euch über weitere Experimente auf dem laufenden halten und freue mich auf Eure Erfahrungen. lg pierresuisse
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Tilo
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Verfasst: 17.10.2010, 09:42 |
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Registriert: 12.10.2006, 12:00 Beiträge: 3004 Wohnort: Raum Leipzig
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also bei 90% kupfer und ohne zink würde ich da keine großen erwartungen haben das wird anlaufen, und wenn nicht bei dir, dann doch bei so manchem kunden denn silber und kupfer verbinden sich zu gern mit schwefelhaltigen hautausdünstungen oder kosmetika
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